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03/Dez

Medienkompetenz ist etwas Kollektives! #CreateChange diskutiert über den digitalen Medienwandel und versucht herauszufinden, wie die Generation YouTube tickt

Anlässlich des Schülerwettbewerbs SchoolsON hatte das Forum71 am 25. November 2015 gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), Experten aus Politik, Medien und Gesellschaft, sowie einige jugendliche Wettbewerbsteilnehmer in die Räume von Studio71 in Berlin eingeladen.
Unter dem Titel “SchoolsON: Medienkompetenz im Wandel – Wie tickt die Generation YouTube?“ wurde über den richtigen Umgang mit Medien und den digitalen Wandel der Branche diskutiert. Dabei ging es vor allem um die Fragen, wie eine zeitgemäße Förderung von Medienkompetenz eigentlich aussehen sollte und was die Möglichkeiten der neuen Medien für die Qualität der Inhalte bedeuten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Qualität der Inhalte nicht vom Vertriebskanal abhängt, sondern von demjenigen, der sie erstellt. So gäbe es schlechte Journalisten nicht nur auf YouTube, sondern auch in den klassischen Medien.

In unterschiedlichen Diskussionsformaten tauschten sich die Gäste zu einer Vielzahl von Themen aus und unterstrichen dabei auch die Ambition des Wettbewerbs, Medienkompetenz gemeinsam mit Jugendlichen zu erarbeiten, statt über deren Köpfe hinweg zu entscheiden. So forderte Dr. Heike Kahl, dass Medienpolitik an den „Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen“ anknüpfen müsse. Noch deutlicher formulierte es Lisa-Lina Ewert, die klarstellte, dass Jugendlichen heute bereits Medien machen wollen, Medien machen können und man ihnen dabei einfach vertrauen sollte.
Darüber hinaus diskutierten die Gäste leidenschaftlich über unterschiedliche Fragen des Medienwandels, plauderten aus dem persönlichen Nähkästchen, oder erlangten durch den Austausch mit anderen Experten völlig neue Erkenntnisse. So wurde ausgiebig debattiert, inwieweit Jugendschutz von der Politik klar definiert werden muss, oder ob Jugendliche nicht ein eigenes Bewusstsein entwickeln und sich somit quasi selbst schützt. Fabian Nolte gab einen Einblick in die Welt der YouTuber, in der die Stars offensichtlich genauso gewisse Allüren und Ansprüche haben, wie auch in der analogen Welt. So erzählte er, wie skurril es war, Bianca „Bibi“ Heinicke zu treffen und warum er hofft, dass dieser Termin einmalig bleibt. Claus Strunz stellte ähnliche Gemeinsamkeiten fest, als er bei der Diskussion um journalistische Standards in den neuen Medien zu der Erkenntnis kam, dass eigentlich gar nicht so vieles „neu“ sei, es hätten sich lediglich die „Vertriebswege“ geändert.
Ein besonderes Highlight war der Fishbowl. Bei diesem Teil der Veranstaltung war das Publikum aufgefordert, sich mit ihren Fragen, Anmerkungen und eigenen Erfahrungen in die Debatte einzubringen und gemeinsam mit den Experten auf der Bühne zu diskutieren. Auch hier wurde deutlich, dass neue Medien genauso auf Standards und Regeln angewiesen sind, wie sie bereits für klassische Medienformate gelten.

Genauso spannend und unterhaltsam waren die Redebeiträge von Christina Schwarzer, MdB und dem „journalistischen Urgestein“ Prof. Dr. Dieter Kronzucker. So luden sowohl Kronzucker, als auch die Bundestagsabgeordnete Schwarzer das Publikum auf Reisen in die Medienwelt vor der Digitalisierung und dem Internet ein. Dabei wurde deutlich, welchen Einfluss der digitale Wandel auf die Medien von heute hat und wie wichtig es ist, einen entsprechenden Rahmen für diese neue Welt zu schaffen.

Neben dem „üblichen Buzz“ auf Twitter über den Hashtag #CreateChange, wurde das Event erstmals auch in voller Länge über Periscope gestreamt und parallel über die Seite von Forum71 live übertragen. Die Highlight-Videos finden Sie in unserem Medienbereich.

Zusammenfassend war die zweite Auflage der #CreateChange-Reihe ein spannendes und informatives Event, das den Zuschauern im Saal und im Netz tiefe Einblicke in die Medienwelt von Jugendlichen ermöglicht hat. Das Thema Medienkompetenz wird alle unsere Experten mit Sicherheit noch eine Weile beschäftigen, denn um es mit den Worten von Lisa-Lina Ewert zu sagen:
„Medienkompetenz ist etwas Kollektives!“

Wir freuen uns schon auf Sie, wenn es das nächste Mal heißt #CreateChange

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